Panzergrenadierbataillon 171
Fast zeitgleich mit dem Umzug in die Grenadier-Kaserne NORDOE wird das Grenadierbataillon 31 zum 1. April 1959 inPanzergrenadierbataillon 171umbenannt.Die personelle und materielle Umgliederung beginnt am 1. August 1959. Wesentlich ist die Ausstattung des Bataillons mit dem LKW 1,5 t (Unimog) bis zur Gruppenebene in den Kampfkompanien und die Ausstattung der 5. Kompanie mitdem Kampfpanzer M 41 als Panzerjäger, der Panzerabwehrlenkrakete 810, dem Schützenpanzer kurz mit 20 mm Kanone (Hotchkis) und zwei Mörserzügen von 81 und 120 mm. Zugfahrzeug der Mörser ist der LKW 1,5 t (U nimog).In den späteren Jahren wird vornehmlich die Gliederung und Ausstattung der schweren Kompanie (5. Kompanie) mehrfach geändert. Der Koreaerprobte M 41 wird zunächst durch den neuentwickelte Jagdpanzer Kanone (90 mm) und in den 80er Jahren durch den Kampfpanzer M 48 (90 bzw. 105 mm) ersetzt. |
Der Panzerabwehrlenkraketenzug gehört in der Folge auch zur 1. Kompanie Jägerbataillon 391, wird aber mit Umgliederung in Jägerbataillon 512 aufgelöst, wie auch der 20 mmZug.Mit dieser Ausstattung ist das Bataillon erstmals und selbst in der Lage, die Grenadiere der Kampfkompanien im Kampf mit Flach und Steilfeuerwaffen zu unterstützen und die Panzer als Panzerjäger zur Panzerabwehr einzusetzen.Die Grundgliederung bleibt weitgehend auch über noch bevorstehende Umgliederungen erhalten. |
Im Zusammenhang mit der Umgliederung gibt das Bataillon am 3. August 1959 ca. 250 Unteroffiziere und Mannschaften zur Neuaufstellung des Panzergrenadierbataillons 72 nach HAMBURG-FISCHBEK ab. Die Personalabgaben der Aufstellungsphase finden damit ihr Ende. Mit der Umgliederung übernimmt am 8. August 1959 Oberstleutnant Armbruster das Bataillon von Oberstleutnant Johannes, der Kommandeur der Panzergrenadierbrigade 17 wird.
Trotz der schwierigen Aufgaben des Jahres 1959 kommt die Ausbildung nicht zu kurz.
4. April Bataillonsappel - 10 Jahre NATO
Mai 10 Tage Gefechtsschießen in Bergen-Hohne _ Bahntransport
12. Juni Btl gräbt sich wettbewerbsmäßig auf dem Standortübensplatz NORDOE ein
September Herbstmanöver "Habicht" auf dem Truppenübengsplatz Munster-Nord
24. November Nach Bataiillonsalarm Marsch nach Kaltenkirchen
Dezember Weihnachtsfeiern, Bescherung von Kindern
Schwerpunkte des Jahres 1960 ist die erste Übung der Bundeswehr im Divisionsrahmen und mit NATO-Beteiligung. Sie trägt den Namen "Hold Fast", dauert sechs Tage und bezieht das Bataillon voll ein. Die Übung wird ein voller Erfolg. Den Abschluß bildet der Große Zapfenstreich in Kiel an dem 15.000 Zuschauer teilnehmen.
Der kanadische General D.C. Cameron urteilt:
"Wir alle sind von dem Manöver begeistert und voller Bewunderung für die deutschen Panzer und Panzergrenadiere. Wir haben viel dazu gelernt... eines der interessantesten und aufregensten Manöver."
Die Jahre der Konsolidierung und der Integration beginnen.
1961
Erstmals wird im Bataillon ein Hauptfeldwebel zum Stabsfeldwebel befördert.
Vom 16. Januar bis 24. Februar wird ein großes Wintersportfest durchgeführt. Diziplinen sind: Fußball, Hallenhandball, Tischtennis, Waldllauf, Schießen, Geländeübungsmarsch, Erwerb Sportabzeichen und Erwerb von DLRG-Scheinen. Gesamtsieger ist die 4. Kompanie.
Das Sommersportfest im August gewinnt die 2. Kompanie.
Am 29. August verunglückt ein Mörserschütze der 5. Kompanie durch eine unerklärliche Frühdetonation der Mörsergranate auf dem Truppenübungsplatz Putlos tödlich.
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