Vom Gren Btl 31 bis zum Jg Btl 512

Panzergrenadierbataillon 171

Kaserne Nordoe

Wegen der politischen Lage (Mauerbau) wird für 151 Soldaten die Dienstzeit zum 1. Oktober um 3 Monate verlängert (W15/W18).

Die Einführung ständig präsenter Alarmkompanien mit wöchentlichem Wechsel erfordert Betreuungsmaßnahmen. Filmabende, Theateraufführungen, Jazz-Konzerte und Musikabende mit dem Musikkorps 6 werden den Soldaten im großen Speisesaal geboten und gut angenommen.

1962

Wesentliches Ereignis dieses Jahres ist die Flutkatastrophe. Der Einsatz der Bundeswehr findet in der Bevölkerung große Anerkennung. Panzergrenadierbataillon 171 bricht seine Vorbereitungen für die Verlegung zum Truppenübungsplatz BORKEN-HALTERN ab und leistet vom 17. - 24. Februar Katastrophenhilfe. Es werden Deiche verstärkt, Dämme gebaut, Abflußgräben hergestellt, Evakuierungen durchgeführt und Aufräumarbeiten geleistet. Durchschnittlich sind täglich 260 Soldaten im Einsatz.

Landrat Matthiessen überreicht am 9. August 22 Bilder STEINBURGER Künstler als Dank an die bei der Sturmflut aus den Kreise STEINBURG eingesetzten Verbände und Einheiten.

Erneuter Kommandowechsel in der Bataillonsführung. Die Bataillonsübergabe von Oberstleutnant Armbruster an Major Dr. Böcher findet am 1. September 1962 statt.

Am 1. November 1962 wird die Reserveunteroffizierausbildungskompanie 531 aufgestellt, dem Bataillon zunächst nur wirtschaftlich, später auch truppendienstlich unterstellt. Die neuaufgestellte Kompanie beginnt mit einer Personalstärke von zwei Offizieren, sechs Feldwebeln und 15 Unteroffizieren.

Zunächst werden nur Reservisten in Lehrgängen zum Unteroffizier ausgebildet. Bald jedoch finden auch Unteroffizierlehrgänge für die aktive Truppe statt.

Das Jahr schließt im Dezember in der Kaserne mit der Betreuung von 60 alten Einwohnern aus der Gemeinde BREITENBURG ab.

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