Vom Gren Btl 31 bis zum Jg Btl 512
Jägerbataillon 391
Eine neue Strukturänderung steht ins Haus und hat wesentlichen Einfluß auf Aufgaben und Gliederung des Bataillons.
Nach dem Kommandowechsel von Oberstleutnant Fink zu Major Engelbrecht am 1. Oktober 1969 wird das Panzergrenadierbataillon 171 zum 1. Apri11970 umgegliedert und in Jägerbataillon 391 umbenannt.
Diese Umgliederung traf viele Bataillonsangehörige schmerzlich, war es doch zum einem der Übergang vom Feldheer zum
Territorialheer, zum anderen die Umstellung von Vollausbildung auf ausschließliche Grundausbildung und letztlich der Verlust der vollen Beweglichkeit durch Abgabe der Gruppen- und Zugfahrzeuge.
Das Bataillon wird mit der Umbenennung dem neu aufgestellten Heimatschutzkommando 13 unter seinem ersten Kommandeur, Oberst Manns, unterstellt. Damit ist der Schritt vom Feldheer zum Territorialheer vollzogen.
Mit der Reduzierung des Transportvolumens hat das Bataillon in den nächsten Jahren besondere Schwierigkeiten und eine ständige Planungsaufgabe zu meistern. Das Bataillon erhält eine Transportgruppe für Personal- undMaterialtransportevon20 LKW 5 t und 10 LK\V 1,5 t in die 1. Kompanie eingegliedert. Auch zwei Erdarbeitsgeräte namens "HARALD" und "UWE" gehören zur Ausstattung. Die Kompanien sind bei jedem Personentransport auf die Unterstützung der Transportgruppe angewiesen. Die bisherigen Schirrmeister der Kompanien werden versetzt. Für einen Transport des gesamten Bataillons sind ca. zweieinhalb Umläufe erforderlich. Das nimmt sehr viel Zeit in Anspruch und macht sich bei Übungen nachteilig bemerkbar.
Auch die Ausbildung hat Problemfelder.Da ist zunächst der Umstieg von der abwechslungsreichen Vollausbildung zur eher gleichförmigen und sich jedes Vierteljahrwiederholenden Grundausbildung. Aber auch die darin liegende Chance wird genutzt: Es werden vielfältige Formen der Ausbildung auch auf dem Gebiet der "INNEREN FÜHR UNG" probiert und optimale Gestaltungsmöglichkeiten der Rekrutenprüfung gefunden.
Die 5. Kompanie gibt ihre schweren Waffen ab. Nur in der 1. Kompanie bleibt der Panzerabwehrlenkraketenzug 810 bestehen.
Im Frieden Rekrutenausbildung - im Ernstfall Einsatzbataillon. Eine solche Aufgabe bedingt die Auffüllung des Bataillons zu einem sehr hohen Prozentsatz mit Reservisten.
Übungen - sonst das Salz in der
Suppe - werden mühselig. Das Problem, unter Beibehaltung der Rekrutenausbildung zugleich auch Einsatzausbildung mit Reservisten
in Verbindung mit Übungen zu
betreiben, kann nicht jedes Mal zufriedenstellend gelöst werden. Auch bleibt die Aus- und Weiterbildung der jüngeren Führer als Führer einer Teileinheit im Einsatz angesichts des täglichen Ausbildungsdienstes unvollkommen
?Mit der Umstellung der Wehrdienstdauer von 18 auf 15 Monate im Jahre 1972 wird Grundausbildung auf die spätere Verwendung des Rekruten hin spezialisiert. Es werden Stabsdienstsoldaten, Militärkraftfahrer und Jäger ausgebildet.
Die 5. Kompanie erhält ein Stück ihrer alten Identität zurück und bildet Mörserschützen und Panzerschützen aus.
Das Bataillon fühlt sich insgesamt ins zweite Glied gestellt.
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