Vom Gren Btl 31 bis zum Jg Btl 512

Das Jägerbataillon 512

Die Heeresstruktur 4 bringt für das Bataillon eine neue und entscheidende Veränderung.

 

Das Jägerbataillon 391 wird am 1. April 1981 in Jägerbataillon 512JgBtl 512

umbenannt und erhält zugleich sein neues Fahnenband durch den Brigadekommandeur, Oberst Czerwensky. Das Heimatschutzkommando 13 ist inzwischen zur Heimatschutzbrigade 51 geworden.

Ganz im Gegenteil zur Umgliederung zum vorherigen Jägerbataillon 391 findet diese Umgliederung den ungeteilten Beifall der Bataillonsangehörigen. Das Gefühl aufgewertet worden zu sein, gibt neuen Schwung. Mit Ungeduld wird auf die fehlende Ausstattung gewartet. Mit der Umrüstung auf den gepanzerten Mannschaftstransportwagen ist die

Eigenbeweglichkeit bis zur Gruppe wieder hergestellt. Das Bataillon ist nun in der Lage,

gepanzerten Verbänden zu folgen.

Weitreichende Panzerabwehrwaffen sind in Form der Panzerabwehrlenkrakete Milan bis zur Zugebene vorhanden.

Die 5. Kompanie wird in der Kampfkraft erheblich gesteigert. Der Panzerabwehrzug Kanone besteht aus 7 Kampfpanzern des Typs M 48, die 1985 durch den Kampfpanzer LEOPARD 1 ersetzt werden und erreicht damit fast die Stärke einer Panzerkompanie. Der Panzermörserzug ist mit 6 Mörsern 120 mm auf dem Mannschaftstransportwagen als Mörserträger ausgestattet.

Die neuaufgestellte 6. Kompanie bildet ausschließlich Rekruten und Militärkraftfahrer aus.

Insgesamt ist festzustellen, daß die Umstellung der Führer auf das neue technische Gerät relativ schnell vonstatten geht.

1981

Das Jahr 1981 steht im Zeichen der Umrüstung auf die neue Struktur. Daneben bestimmen noch zwei weitere Ereignisse das Geschehen.

Am 1. Juli besucht der Stabschef und Inspekteur des US-Heeres, General E. C. Meyer in Begleitung des stellvertretenden Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Burandt, das Jägerbataillon 512. Das Bataillon demonstrierte seine Kampfkraft durch ein Gefechtsschießen einer Jägerkompanie, verstärkt mit Panzern sowie MILAN-Raketen und Luftunterstützung. Die Generalprobe findet am 16. Mai im Rahmen der Offizierweiterbildung der Heimatschutzbrigade 51 "HOHE KLIPPE" statt, die das Jägerbataillon ausrichtet. Es handelt sich um eine Verteidigungslage gegen von See angelandeten Feind auf dem Truppenübungsplatz PUTLOS.

Was liegt näher, als das sich diese Art Besuchen fortan häufen: Schließlich hat doch ein Jägerbataillon vor Ort ...

Zwei Wochen später folgt prompt die neueste Vorführung.

Seitdem gehen diese Gefechtsschießen "MEYER-Schießen" mit entsprechender laufender Nummerierung in die Bataillonsgeschichte ein.

Das Bataillon feiert Ende August sein jähriges Jubiläum in Verbindung mit ein öffentlichen Gelöbnis am 27. August auf dem Sportplatz des OLDENBURGER SPORTVEREINS. Viertausend Besucher nehmen an dem Gelöbnis teil. Etwa 60 Demonstranten versuchen die Veranstaltung zu stören. Ein durch den Kasernenfeldwebel zurückgeworfen Farbbeutel erzeugt nach dem "sichtbaren Erfolg" auch entsprechendes Wutgeheul.

Nach dem erfolgreichen Ehemaligentreffen findet der "TAG DER OFFENEN TÜR" am 30. August statt. Die Zeitung schreibt:" 18.000 Besucher stürmten die Wagrien-Kaserne".

Das Jägerbataillon 512 wurde zum 30.09.1993 aufgelöst. Damit endet die Geschichte eines der ältesten Bataillone der Bundeswehr.

 

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