
Auf den Spuren der deutschen Luftlandeoperation auf dem belgischen Sperrfort Eben Emael am Albert-Kanal

Am 24.08.2002 fuhren 45 Reservisten der Reservistenkameradschaft Mönchengladbach, unterstützt von Gästen der Deutschen Gesellschaft für Wehrtechnik DWT, der GfW und der RBL, in einem PKW-Konvoi vom NATO - Hauptquartier (JHQ) Mönchengladbach-Rheindahlen in das belgische Dorf Kanne, um dort die Festung Eben-Emael, ein belgisches Sperrfort des II. Weltkrieges, von innen und außen zu besichtigen. Unter der Leitung von Oberfeldapotheker d.Res. Dirk Lammert gelangten die Reservisten in das zu einem Museum umfunktionierte Fort, durch das sie unter Leitung von Dieter Heckmann vom Betreuungsverein des Forts fachkundig geführt wurden. Die drei Ebenen der unterirdischen Anlage wurden nur zu einem Teil präsentiert, denn für die gesamten Kilometer war weder Zeit noch Kraft vorhanden; dafür ist das Fort einfach zu groß. Ohne den ortskundigen Guide hätte man sich trotz Kompass sicherlich verlaufen, denn die Beschriftungen der Wände sind historisch in französisch belassen worden. Nicht alle Türme und Kasematten konnten von innen besichtigt werden, wohl aber anschließend "von außen", denn die Besichtigung des Plateaus (also des "Dachs" des Forts) zeigte das Ausmaß der Wehranlagen - und der militärischen Leistung des Überraschungsangriffs der deutschen Soldaten vom 10. Mai 1940, die in völkerrechtswidriger Weise (ohne Kriegserklärung) den Angriff mit damals erstmals eingesetzten Waffen und Waffenträgern (Lastensegler, Hohlladungen) führten und überraschend schnell die Kapitulation des Forts erreichten.


Vor allem dem Überraschungsmoment und dem Zusammenwirken mit den Stukas und den Fallschirmjägereinheiten war dieser militärische Erfolg zu verdanken. Die Landung gelang und die Geschütze des Forts konnten zum Schweigen gebracht werden, aber erst nachrückende Pioniersprengtrupps konnten in 24stündigem Kampf die Verteidiger überwältigen. Die belgischen Truppen waren völlig überrascht vom ersten Einsatz dieser völlig neuen Waffe, der Luftlandetruppe. Wenn die Exkursion am 24.08.2002 auch in zivil erfolgte - festes Schuhwerk und gegenseitige kameradschaftliche Hilfe war erforderlich, denn nach starken Regenfällen war aus dem früheren Kriegsschauplatz ein schwieriges Gelände geworden. Ralph Göhlert von der Deutschen Gesellschaft für Wehrtechnik, Siegfried Fischer von der Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik und Chris Starling von der Royal British Legion luden die Reservisten zu Gegenbesuchen der Düsseldorfer und Rheindahlener Veranstaltungen ein.
Unter der Rubrik "Links" www.fort-eben-emael.be erfahren Sie auch die alternativen Besuchstermine 2003 sowie einen optimalen Anfahrtweg.
Robert Neber, Pressebeauftragter der DWT

