
Offensive im Westen
Die von Manstein entwickelte „Sichelschnitt“-Strategie entfaltete sich erst unter dem Aspekt des „Blitzkrieges“, entwickelte trotz einiger Rückschläge Drehmoment und führte schliesslich zum Sieg über die französische Armee und die britischen Expeditionsstreitkräfte.
Das nicht mehr zeitgemässe Strategiebewusstsein der Franzosen, das noch sehr stark auf der Situation von 1918 basierte, zusammen mit dem Festungsdenken der Maginotlinie hatte gegenüber den beweglich nach neuen Konzepten operierenden deutschen Verbänden keinen Bestand. Schon die ersten Tage des Westfeldzuges bewiesen, dass Befestigungen herkömmlicher Art zusammengefassten Luft- und Erdangriffen nicht standhielten. Die Luftwaffe bereitete die Wegnahme eines Festungswerkes vor, Panzer und Infanterie vollendeten sie.
“Nach dem Durchbruch ist es von entscheidender Bedeutung, ohne Rücksicht auf Flankenbedrohung, unter voller Ausnutzung der Motoren, ohne Ruhe und Rast, Tag und Nacht marschierend soweit vorzustossen, als es der Brennstoff gestattet. Ausschaltung von Flankenangriffen des Feindes ist Aufgabe aller nachfolgenden Korps.” (Guderian 1941)
Lehren aus dem Blitzkrieg im Westfeldzug 1940:
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Alliierte hatten keine Erfahrungen im Bewegungskrieg
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Alliierte Panzer waren Infanteriedivisionen zugeteilt und daher über die ganze Front verstreut
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Geschlossene deutsche Panzerverbände, die ihre Schnelligkeit unabhängig von der Infanterie entfalten konnten (dabei jedoch Problem offener Flanken)
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Unterstützung der dt. Bodentruppen durch Stukas (taktische Luftstreitkräfte)
Dipl.-oec. Ralph W. Göhlert , militärhistorischer Arbeitskreis, RK Ratingen

