
Potsdam/Djibouti, 29.03.2006, Pressestelle Djibouti .
Die zwei seit Anfang dieses Jahres auf der Fregatte Emden stationierten Bordhubschrauber der Marine wurden mit einem Spezialflugzeug vom Typ Antonow zurück zum Marinefliegergeschwader 3 “Graf Zeppelin” nach Nordholz gebracht.
Sea Lynx Hubschrauber wird entladen
(Quelle Pressestelle Djibouti)

Am 20. März wurden im Marinefliegergeschwader 3 in Nordholz zwei Bordhubschrauber des Typs Westland Sea Lynx MK88 A eingeladen und nach achtstündigem Überflug auf dem Flughafen in Djibouti ausgeladen. Danach konnten die zuvor von der Fregatte “Emden” ausgeflogenen Sea Lynx “Wallace” und “Gromit”, die eine Grundüberholung in der Heimat erwartet, im Laderaum der Antonow verstaut werden.
Die Soldaten der Marinelogistikbasis im Einsatzgebiet arbeiteten in Djibouti mit den französischen Streitkräften zusammen. Freie Laderaumkapazität konnte zusätzlich genutzt werden, um einen Hubschrauber der französischen Heeresflieger – Typ Super Puma – mit nach Europa zu transportieren. Vor dem Verladen wurden die fast fünf Tonnen schweren Helikopter vom Technikerteam der Fregatte für den Transport im Inneren der Antonow An-124-100 vorbereitet. Dazu wurden nicht nur die Stabilisierungsflosse am Heck, sondern auch alle vier Hauptrotorblätter demontiert.
Sprachbarrieren zwischen den Deutschen, Franzosen und Ukrainern wurden durch Zeichensprache überwunden, so dass die siebenstündige nächtliche Verladeaktion reibungslos vonstatten ging. Direkt im Anschluss an den Hubschrauberumschlag wurden die beiden neuen Hubschrauber wieder flugfertig gemacht. Schließlich musste noch eine umfassende Materialprüfung, ein sogenannter “Groundcheck”, durchgeführt werden. Hierbei werden die Hubschrauber auf Herz und Nieren geprüft.
Das Marinefliegergeschwader 3 in Nordholz stellt regelmäßig zwei Hubschrauber des Typs Westland Sea Lynx MK88 A mit technischem und fliegerischem Personal für den Deutschen Marine-Einsatzverband im Anti-Terror-Einsatz am Horn von Afrika ab. Die Rückführung der Hubschrauber mit dem Großraum-Flugzeug Antonow von Djibouti über Hamburg nach Nordholz erfolgte im Rahmen der planmäßigen Regeneration von Mensch und Material.
Über 6000 Kilometer von der Heimat entfernt haben die Bordhubschrauber wichtige Aufgaben zu erfüllen. Im Rahmen der Operation Enduring Freedom klären sie weiträumig den Seeraum auf. Damit erweitern sie das Überwachungsgebiet einer Schiffseinheit erheblich. Sollte sich bei der Überprüfung eines Handelsschiffes ein Terrorverdacht ergeben, kann durch den Sea Lynx das Verbringen des “Boarding-Teams” erfolgen. Diese kleinen, bewaffneten Eingreiftruppen durchsuchen die Schiffsfracht und überprüfen Besatzung und Identität des Schiffes auf Verbindung zum Terrorismus.
(Quelle www.einsatz.bundeswehr.de)