Die Transformation - ein Prozess der ständigen Neuausrichtung
Berlin, 21.03.2006.
Die Streitkräfte unterliegen heute und zukünftig einem ständigen Wandel. Die Bundeswehr reagiert auf die neuen Herausforderungen mit einem fortlaufenden, vorausschauenden Anpassungsprozess. Der Transformation.
Ein Element der Transformation:
Infanterist der Zukunft.
Besser ausgestattet
(Quelle Bundeswehr)
Mit Ende des Kalten Krieges und den Terroranschlägen am 11. September 2001 hat sich die sicherheitspolitische Situation der Bundesrepublik Deutschland grundlegend geändert. An Stelle einer klar erkennbaren, symmetrischen Bedrohung sind eine Vielzahl schwer kalkulierbarer, asymmetrischer Bedrohungen getreten. Hieraus ergeben sich neue, ständig wechselnde Aufgaben, auf die die Bundeswehr sich einstellen muss.
In den Verteidigungspolitischen Richtlinien (VPR) schrieb der Bundesminister der Verteidigung im Mai 2003 die Transformation als umfassendes Prinzip zur Weiterentwicklung der Bundeswehr fest. Diese bezeichnet einen fortlaufenden Prozess. Transformation umfasst demnach:
* die fortwährende Anpassung der Fähigkeiten an Sicherheitsbedrohungen
* die Reaktion auf neue militärische Erfordernisse
* die konsequente Nutzung von technologischen Neuerungen
* die Integration und Vernetzung von Konzepten, Ausbildung, Material und Technologien
Um diese Ziele zu erreichen, werden Aufgaben, Fähigkeiten und Ausrüstung mit den verfügbaren Finanzmitteln in einem bundeswehr- und streitkräftegemeinsamen Ansatz synchronisert.
Dabei lassen sich drei wesentliche Bereiche der Bundeswehrtransformation unterscheiden: Die Konzentration auf die wahrscheinlichsten Einsätze, die streitkäftegemeinsame und mulitnationale Ausrichtung sowie die Befähigung zur Vernetzten Operationsfühurng (NetOpFü).
Für zukünftige Einsätze baut die Bundeswehr derzeit drei Kräftekategorien auf: Eingreifkräfte, Stabilisierungskräfte und Unterstützungskräfte. Diese werden für ihre jeweiligen Einsätze zielgerichtet ausgebildet und ausgerüstet. Die Entfaltung der Gesamtfähigkeit entsteht im streitkräftegemeinsamen Handeln von Heer, Luftwaffe, Marine, Streitkräftebasis und Zentralem Sanitätsdienst.
